Grauer Star - Häufige Fragen

Allgemeine Fragen

  1. Woran erkenne ich, dass bei mir ein Grauer Star vorliegt?
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  2. Bei mir ist die Diagnose Grauer Star gestellt worden, was muss ich jetzt tun?
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  3. Was genau passiert bei der Operation des Grauen Stars?
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  4. Kann der Graue Star „wiederkommen“?
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  5. Was kostet die Operation des Grauen Stars?
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  1. Woran erkenne ich, dass bei mir ein Grauer Star vorliegt?
    Der Graue Star macht sich durch eine schleichende Sehverschlechterung bemerkbar. Da die Sehschärfe nicht plötzlich, sondern nur allmählich nachlässt, wird der Graue Star im Anfangsstadium häufig nicht bemerkt. Erstes Anzeichen dieser Veränderung kann eine erhöhte Blendungsempfindlichkeit – vor allem nachts -, hervorgerufen durch Lichtstreuung in den getrübten Linsenbereichen sein. Trübt die Linse weiter ein, wirkt das Sehen wie durch einen Nebelschleier. Die Umwelt erscheint zunehmend grau, Farben verlieren ihre Leuchtkraft und die Kontraste werden schwächer. Bleibt der Graue Star unbehandelt, kann es zu einer massiven Sehbehinderung kommen. Ist der Graue Star weit vorangeschritten, kann er sogar zu Erblindung führen. Ein beginnender Grauer Star ist ein häufiger Grund für eine allmählich nachlassende Sehschärfe nach dem 65. Lebensjahr. Eine zunehmende Sehschwäche kann aber auch andere Gründe haben. Deshalb ist es in jedem Fall wichtig, dass Sie bei einer Sehverschlechterung Ihren Augenarzt aufsuchen, der weitere Untersuchungen vornimmt. Erst dann können Sie sicher sein, welche Veränderungen des Auges zur Verschlechterung Ihres Sehvermögens geführt haben.
  2. Bei mir ist die Diagnose Grauer Star gestellt worden, was muss ich jetzt tun?
    Die gute Nachricht vorweg: Es ist alles halb so schlimm. Die moderne Medizin verfügt über hervorragende Möglichkeiten, den Grauen Star schnell, schmerzfrei und dauerhaft zu beseitigen. Brillengläser, Tropfen oder Medikamente helfen allerdings nicht, die Sehverschlechterung zu beheben. Der einzige Weg, den Grauen Star dauerhaft zu beseitigen, ist ein operativer Eingriff. Ihr Augenarzt wird die hierzu notwendigen Voruntersuchungen veranlassen und mit Ihnen das weitere, individuelle Vorgehen besprechen. Die Chance, dass Sie nach einem operativen Eingriff deutlich besser sehen werden, ist sehr groß.
  3. Was genau passiert bei der Operation des Grauen Stars?
    Bei der Operation des Grauen Stars (medizinisch: Katarakt-Operation) wird die eingetrübte Linse mikrochirurgisch entfernt und durch eine neue Kunstlinse (medizinisch: Intraokular-Linse oder kurz IOL) ersetzt. In den meisten Fällen ist eine ambulante Behandlung möglich. Das bedeutet, dass Sie sich nach dem Eingriff im gewohnten häuslichen Umfeld erholen können und erst am nächsten Tag zur Kontrolle zum Augenarzt gehen. Der operative Eingriff selbst dauert ca. 10 bis 20 Minuten. Meist reicht eine lokale Betäubung des Auges aus. Die Operation selbst sowie die Zeit nach der Operation sind praktisch schmerzfrei. Wenn die Betäubung nach der Operation nachlässt, verspüren Sie evtl. ein „Piksen“ oder das Gefühl eines Sandkorns im Auge. Ein leichtes Schmerzempfinden ist ebenfalls völlig normal. Dies verschwindet jedoch nach kurzer Zeit und wird von den meisten Menschen als nicht gravierend empfunden. Nur wenige Tage nach dem Eingriff können Sie bereits deutlich besser sehen und in der Regel wieder Ihren normalen Alltagstätigkeiten nachgehen. Das endgültige Ergebnis – Ihre optimale Sehschärfe – stellt sich regulär innerhalb von 3 Monaten nach der Behandlung ein.
  4. Kann der Graue Star „wiederkommen“?
    Mit der Entfernung der getrübten Linse ist der Graue Star dauerhaft beseitigt. Er „wächst“ nicht wieder nach. Nicht selten kann es jedoch nach der Operation zu einem Eintrüben eines Häutchens hinter der Linse kommen (sogenannter Nachstar). Wenn diese Trübung deutlich ausgeprägt ist, kann die gewonnene Sehschärfe wieder abnehmen. Der Nachstar ist jedoch mit einem schmerzfreien, nur wenige Minuten dauernden Lasereingriff dauerhaft zu beseitigen. Dieser Eingriff kann ebenfalls ambulant durchgeführt werden.
  5. Was kostet die Operation des Grauen Stars?
    Grundsätzlich werden die Kosten für die Operation des Grauen Stars von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, wenn eine Standardlinse implantiert wird. Bei der Wahl einer Premium-Linse mit individuellen Zusatzfunktionen können zusätzliche Kosten entstehen. Derzeit gibt es hierfür in Deutschland keine einheitliche Regelung. Wenn Sie sich – nach einem ausführlichen Gespräch mit Ihrem Augenarzt – für Linsen mit Zusatzfunktionen entscheiden, kann Ihr Augenarzt Sie genauer darüber aufklären, ob und welche zusätzlichen Investitionen auf Sie zukommen.