Grauer Star entsteht, wenn die Augen altern

Grauer Star, lat. Katarakt, tritt häufig im Zusammenhang mit der Alterung der Augenlinse auf

Katarakt oder Grauer Star steht für eine Trübung der natürlichen Augenlinse. Eine Überempfindlichkeit gegenüber Licht sowie das Empfinden, dass sich ein trüber Schleier über die Augen legt, sind klassische Symptome eines Grauen Stars. Bei der Katarakt bzw. Cataracta (lat. Wasserfall) handelt es sich in mehr als 90 Prozent aller Fälle um den Altersstar, der bei älteren Menschen etwa ab einem Alter von 60 Jahren fortschreitend auftritt. Nur eine Augen-Operation und der Ersatz der natürlichen Augenlinse durch Intraokularlinsen (IOL) verspricht eine Besserung der Sehschärfe.

Grauer Star: Welche Personengruppe ist am häufigsten betroffen?

Grauer Star ist in erster Linie eine Alterserscheinung, die sich meist ab dem sechsten Lebensjahrzehnt entwickelt. Weltweit verursacht Grauer Star mehr als 40 Prozent aller hochgradigen Sehminderungen. Im Laufe der Zeit ist eine Veränderung in der Zusammensetzung der Flüssigkeit zu beobachten, die die Augenlinse umgibt. Dieser Prozess geht mit einer Linsentrübung einher. Bedingt ist dies etwa durch die Verklumpung von Proteinen, welche das einfallende Licht streuen und zur Linsentrübung führen. Darüber hinaus kann es zu oxidativen Veränderungen kommen, wenn schädliche Radikale nicht abgebaut werden können. Eine gestörte Versorgung der Zellen mit Wasser kann ebenfalls einen Alterskatarakt begünstigen wie ein veränderter Stoffwechsel. Ohnehin verliert die Augenlinse mit zunehmendem Alter ihre jugendliche Verformbarkeit sowie ihre Fähigkeit, auf unterschiedlichen Entfernungen scharf zu stellen. Betroffene sehen zunehmend ihre Umwelt wie durch eine Milchglasscheibe. Bei Grauem Star treten folgende typische Beschwerden auf:

  • Seitenunterschied beim Sehen
  • getrübtes Sehen wie durch einen Schleier
  • einäugiges Doppelsehen
  • verblassendes Farbsehen
  • schlechtere Wahrnehmung von Kontrasten
  • Verminderung der Sehschärfe
  • evtl. Verstärkung einer Kurzsichtigkeit
  • vermehrter Lichtbedarf am Abend
  • Blendung bei Sonnenschein

Was ist bei Verdacht auf Grauen Star zu unternehmen?

Treten diese Symptome auf, sollte ein Facharzt für Augenheilkunde aufgesucht werden. Sofern dieser die Alterskatarakt diagnostiziert, sieht der Behandlungsplan eine Augen Operation vor, da Grauer Star nicht medikamentös behandelt werden kann. Die Operationen zielen darauf ab, die trüben Linsen zu entfernen und an dieser Stelle künstliche Intraokularlinsen (IOL) einzusetzen. Insgesamt handelt es sich um einen Eingriff mit geringem Risiko, der in der Regel unter örtlicher Betäubung vorgenommen wird und nach etwa 15 bis 20 Minuten abgeschlossen ist. Die Intraokularlinse muss exakt die Brechkraft der entfernten Augenlinse besitzen. Um dies zu gewährleisten, bedient sich der Augenarzt eines Ultraschallgeräts oder wendet biometrische Verfahren an, um die Brechkraft der Hornhaut und die Augenlänge zu bestimmen.

Welche Linse kann bei Grauem Star zum Einsatz kommen?

Nach der Katarakt OP verbleiben die Intraokularlinsen (IOL) lebenslang im Auge. Gerade auch aus diesem Grund sollte die Entscheidung über die Linsenart mit Bedacht gefällt werden. Patienten können zwischen Standard Kunststofflinsen und Linsen mit Zusatznutzen wie z.B. Multifokallinsen wählen. Eine Standard Kunstlinse leistet keinen kompletten Ausgleich des Sehvermögens in Nah und Fern. Deshalb benötigen Menschen mit einer Standard Kunststofflinse nicht selten zusätzlich eine Brille. Eine Multifokallinse dagegen hat mehrere Brennpunkte und hilft beim Sehen in verschiedene Entfernungen ohne Lese- und Gleitsichtbrille. Demnach ist der Einsatz einer Multifokallinse eine erstklassige Methode zur Korrektur der Alterssichtigkeit. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich qualitativ hochwertige Premium IOL, die perfekt auf das eigene Auge zugeschnitten sind. Sie befriedigen durch unterschiedliche Funktionalität und Optikdesign die Patientenbedürfnisse optimal.